Geheimtipp zum Steuern sparen: Der Investitionsabzugsbetrag

Führen Sie ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, können Sie über den Investitionsabzugsbetrag bares Geld sparen und Ihrem Betrieb eine finanzielle Spritze gönnen. Bei der Anschaffung eines Firmenwagens ist allerdings Vorsicht geboten – mehr als 10% Privatnutzung sind nicht erlaubt.

Wenn Sie in Ihrem Betrieb eine Anschaffung planen, so können Sie diese Investition bereits jetzt von der Steuer abziehen, um Betriebsvermögen für die Anschaffung bereitzuhalten. Achtung: Die Investition muss innerhalb der nächsten drei Jahre getätigt werden. Ansonsten müssen Sie die gesparte Steuerlast samt Zinsen zurückzahlen.

Was ist der Investitionsabzugsbetrag?

Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Selbstständige ist der Investitionsabzugsbetrag vorteilhaft. Sie sparen nämlich vorausschauend Betriebsvermögen, um Anschaffungen in der Zukunft zu tätigen. Sinn dahinter ist, dass Ihr derzeitiger Gewinn durch die kommende Anschaffung gemindert werden würde – das heißt auch, dass ein geringerer Betrag versteuert werden müsste. Bis zu 40% der Kosten unter einer Höchstgrenze von 200.000 Euro können Sie von Ihrem Gewinn abziehen; Voraussetzung dabei ist, dass Ihr jährlicher Gewinn 100.000 Euro nicht übersteigt und Ihr Betriebsvermögen nicht mehr als 235.000 Euro beträgt.

So wird der Investitionsabzugsbetrag berechnet

Hier ein Beispiel: Angenommen Ihr Betrieb erzielt 80.000 Euro Gewinn im Jahr 2016. Im nächsten Jahr möchten Sie einen Firmenwagen für den Betrieb im Wert von 35.000 Euro erwerben, wodurch sich Ihr Gewinn mindern würde. So sähe Ihre Steuerlast mit und ohne Investitionsabzugsbetrag aus:

Steuersatz 35% ohne Investitionsabzugsbetrag mit Investitionsabzugsbetrag
Gewinn Jahr 80.000 Euro 80.000 Euro
Investitionsabzugsbetrag 0 Euro 14.000 Euro (40% von 35.000 Euro)
Neuer Gewinn 80.000 Euro 66.000 Euro
Steuerlast 28.000 Euro 23.100 Euro
Gesparte Steuern 4.900 Euro

Mit dem Investitionsabzugsbetrag würden Sie in diesem Beispiel somit ganze 4.900 Euro an Steuern sparen.

Firmenwagenversteuerung: Die 1%-Regelung ist nicht erlaubt

Wenn Sie den Investitionsabzugsbetrag nutzen möchten, gibt der Fiskus vor, dass der Firmenwagen als Betriebsvermögen fast ausschließlich dienstlich genutzt wird. Das heißt genau: Zu höchstens zehn Prozent darf der Firmenwagen privat genutzt werden. Da laut einem Urteil des Finanzgerichts Sachsen bei der Versteuerung mit der Ein-Prozent-Regelung von einem privaten Nutzen zwischen 20 und 25 Prozent ausgegangen wird, fällt diese Versteuerungsmethode weg. Damit bleibt nur das Fahrtenbuch zur Versteuerung des Firmenwagens, um die fast ausschließlich betriebliche Nutzung nachzuweisen.

Hier ist doppelt Vorsicht geboten: Wird das Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß geführt und als Folge nicht vom Finanzamt anerkannt, gilt zwangsweise die Ein-Prozent-Methode. Da diese aber nicht mit dem Investitionsabzugsbetrag vereinbar ist, würde eben dieser Ihnen wieder aberkannt werden. Wie auch bei einer versäumten Anschaffung der geplanten Investition müssten Sie den Betrag samt Zinsen wieder zurückzahlen.

Wenn Sie in einem Jahr die notwendigen 90% betriebliche Nutzung erreichen, besteht kein Grund zur Sorge! Nach einem Urteil des LFD Thüringen ist es ausreichend, wenn die Nutzung über zwei Jahre 90% betrieblich ist. Diese Nutzung müsste allerdings mit einem Fahrtenbuch nachgewiesen werden.

Um fehlerfreie Fahrtenbuchführung zu garantieren, sind elektronische Fahrtenbücher eine sichere Lösung. Bei verlässlichen Anbietern werden Ihre Fahrten automatisch aufgezeichnet, sodass die notwendige Lückenlosigkeit kein Problem mehr darstellt. So können Sie sicher sein, dass Sie ohne großen Schreibaufwand Ihren Investitionsabzugsbetrag erhalten.

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