Sparen nach Kilometern – So nutzen Sie die Pauschale

Wenn Sie Arbeitnehmer oder Selbstständiger sind, ist Ihnen bei der Information über die Versteuerung Ihres Firmenwagens wohlmöglich schon der Begriff Kilometerpauschale aufgefallen. Doch was bedeutet die Pauschale genau und wie können damit Steuern gespart werden?

Wird ein Fahrzeug auch für betriebliche Fahrten genutzt, können diese Geschäftsfahrten bei einer Gewinnermittlung in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Die Ermittlung kann entweder über eine Berechnung der tatsächlichen Kilometerkosten oder über eine Kilometerpauschale für Dienstreisen erfolgen.

Die Pauschale

Gerade wer einen weiten Arbeitsweg hat oder oft für die Firma betrieblich unterwegs ist, kann mit einer Kilometerpauschale Steuern sparen. Der Pauschalwert, der zur Berechnung der Steuerabzüge gesetzlich festgelegt ist, beläuft sich aktuell bei einem Pkw auf 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer. Nicht nur bei einem Auto können Sie die Kilometerpauschale nutzen – bei einem Motorrad oder Moped kommt ein Pauschalwert von 0,20 Euro pro Kilometer zum Tragen.
Fahren Sie mit einem Pkw würde die Berechnung Ihrer Steuerersparnis wie folgt aussehen: Die Gesamtsumme der gefahrenen Kilometer wird mit 0,30 Euro multipliziert. So erhalten Sie einen Betrag, den Sie sich in Teilen oder ganz von Ihrem Arbeitgeber oder dem Finanzamt in der Steuererklärung erstatten lassen können.

Achtung im Urlaub und bei der Heimfahrt zur Familie: Ausgenommen von der Anwendung dieser Pauschale sind Reisen – bei diesen dürfen pauschale Kilometersätze nicht abgesetzt werden. Bei einer sogenannten Familienheimfahrt lohnt sich eine Vorabinformation zur richtigen Angabe. 

Auf den Kilometer genau

Entscheidet man sich für die Berechnung der tatsächlichen Kilometerkosten, müssen sämtliche Belege, beispielsweise über die Benzin- oder Versicherungskosten gründlich gesammelt werden. Um die Kosten bei der Gewinnermittlung geltend zu machen, werden die Belege anschließend addiert, um die Gesamtkosten des relevanten Steuerjahres zu ermitteln. Im Anschluss wird diese Gesamtsumme durch die im Jahr gefahrenen Kilometer geteilt, wodurch die Kosten für den einzelnen Kilometer errechnet werden. Dieser Wert wird dann mit allen betrieblichen Fahrten multipliziert – es ergibt sich der Kostenaufwand für berufliche Zwecke.

Der Aufwand dieses Prozedere ist klar ersichtlich: Mit großer Sorgfalt müssen Belege gesammelt werden, wobei es zu Fehlern und Lücken kommen kann. Eine Erleichterung liefert ein regelmäßig geführtes Fahrtenbuch, in dem die Daten direkt nach der Fahrt eingetragen werden können. Was ein Fahrtenbuch im Detail bedeutet und wie es Ihnen beim Steuern sparen hilft, können Sie hier nachlesen.

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