Gewusst wie: So können Sie die 1%-Regelung umgehen

Sie nutzen Ihren Firmenwagen nie oder nur vorübergehend privat und wollen die Versteuerung per 1%-Regelung umgehen? Hier finden Sie einige Optionen, bei denen das möglich ist.

Wer seinen Firmenwagen auch privat nutzt, muss den dadurch gewonnen geldwerten Vorteil versteuern. Die Ermittlung erfolgt oft durch die 1%-Regelung oder durch ein Fahrtenbuch. Für Sparfüchse, die bei der Firmenwagenversteuerung sparen wollen, gibt es einige Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen Sie die Versteuerung umgehen können. Die relevantesten Steuerspartricks sind hier das private Nutzungsverbot, die Fahruntüchtigkeit, ein Nutzungsverbot für andere und Regelungen zum Führerscheinverlust. Wichtig ist bei allen: Arbeiten Sie mit Ihrem Arbeitgeber zusammen und sparen Sie gemeinsam.

Das private Nutzungsverbot

Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber, dass Sie den Ihnen zur Verfügung gestellten Firmenwagen ausschließlich zu betrieblichen Zwecken nutzen wollen, kann dieser ein privates Nutzungsverbot aussprechen. Voraussetzung dafür, dass Sie ganz sicher keine 1%-Methode zur Versteuerung Ihres Wagens anwenden müssen, ist eine schriftliche Vereinbarung. Sollte ein schriftlicher Vertrag vorliegen, der eine private Nutzung des Fahrzeugs ausschließt, sind Sie in der Regel auf der sicheren Seite und es muss nicht versteuert werden. Doch Vorsicht: Das funktioniert nur dann, wenn der Arbeitgeber nachweisen kann, dass er das Nutzungsverbot kontrolliert – beispielsweise mit einem Fahrtenbuch.

Regelungen bei Fahruntüchtigkeit

Sind Sie beispielsweise durch einen gebrochenen Arm oder eine ähnlich einschränkende Krankheit vorübergehend fahruntüchtig, so können Sie eine Pause in der Versteuerung beantragen. Auch hier ist es optimal, vorab mit dem Arbeitgeber eine schriftliche Regelung für so einen Fall festzuhalten, der ausschließt, dass Sie den Firmenwagen nutzen dürfen. Zudem müssen Sie eine ärztliche Bescheinigung vorweisen, in der angegeben ist warum und wie lange Sie kein Auto fahren dürfen. Für den Zeitraum der Fahruntüchtigkeit ist belegt, dass Sie keinerlei private Fahrten tätigen – die 1%-Regelung kann umgangen werden. Beim Fahrtenbuch würden Sie bei einer Fahruntüchtigkeit zu dieser Zeit sowieso keine Fahrten eintragen und sich den Aufwand sparen.

In Ergänzung zu den Regelungen, wenn Sie einmal länger fahruntüchtig sind, muss schriftlich in dem Vertrag mit Ihrem Arbeitgeber ausgeschlossen werden, dass andere Ihren Firmenwagen in diesem Zeitraum nutzen können. So muss hervorgehen, dass nicht beispielsweise Ihr Partner mit dem Fahrzeug private Fahrten unternimmt. Ist dies der Fall, muss versteuert werden!

Vereinbarungen bei Führerscheinverlust

Kommt es durch Verkehrsverstöße zu einem Führerscheinverlust so müssen Sie Ihren Arbeitgeber darüber informieren, um Steuern zu sparen. Erneut ist es hier von Vorteil, wenn zuvor schriftlich festgelegt wurde, dass Sie bei einem Führerscheinverlust den Firmenwagen auf dem Betriebsgelände abstellen und die Schlüssel beim Arbeitgeber abgeben – bis Sie das Fahrzeug wieder nutzen dürfen. Im Zeitraum des Führerscheinentzugs muss somit nicht versteuert werden.

Die oben genannten Möglichkeiten zur Umgehung der 1%-Methode können Ihnen dabei helfen über gewisse Zeiträume Steuern zu sparen oder eine private Nutzung Ihres Firmenwagens ganz auszuschließen. Möchten Sie den Wagen jedoch für Privatfahrten nutzen, hilft das alles nicht – Sie müssen versteuern. Wenn Sie dann immer noch die 1%-Regelung umgehen möchten, ist das Fahrtenbuch die einzige Alternative, mit der Sie eventuell kostengünstiger davonkommen können. Ob sich ein Fahrtenbuch für Sie lohnt, können Sie mit dem Firmenwagenrechner herausfinden.

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