Umwerben lassen: Werbungskosten als Mittel zum Steuern sparen

Sie sind Arbeitnehmer und haben im Bezug auf die Steuererklärung schon öfter den Begriff „Werbungskosten“ gehört? Was genau unter Werbungskosten zu verstehen ist und welche Kosten dazu zählen, erfahren Sie hier.

Wer arbeitet, hat fast immer Ausgaben— oft muss beispielsweise in Arbeitsmittel investiert werden, ohne die die Arbeit nicht geleistet werden kann. Hier kommen die sogenannten Werbungskosten ins Spiel. Als Werbungskosten werden Kosten bezeichnet, die für einen Arbeitnehmer durch die Arbeit entstehen und in der Einkommenssteuer die Steuerlast mindern. Dies können zum Beispiel Reisekosten im Zuge einer Dienstreise oder etwa die Anschaffung eines neuen PCs sein. Ausschlaggebend für eine Geltendmachung als Werbungskosten ist, dass die Kostenquelle aus beruflichen Gründen entstanden ist, also beispielsweise durch die Anschaffung eines Arbeitsmittels, das überwiegend für berufliche Zwecke genutzt wird.

Folgende Kosten können als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden, wenn Sie zumindest anteilig eine berufliche Nutzung nachweisen können:

  • Arbeitsmittel
    (z.B. Schreibtisch, Aktentasche, Bürostuhl etc.)
  • Arbeitszimmer
    (Vorsicht: nur wenn es keinen anderen Arbeitsplatz für Sie gibt, der Großteil Ihrer betrieblichen Tätigkeit muss sich in dem Zimmer abspielen, für das Sie Werbungskosten absetzen wollen)
  • BahnCard
  • Berufsausbildung
    (Vorsicht: Kosten für das Erststudium nur bis 6.000 Euro ansetzen, alle späteren, anknüpfenden Berufsausbildungen, wie z.B. ein weiteres Studium, kann ohne Obergrenze geltend gemacht werden)
  • Berufskleidung
    (typische Berufskleidung wie z.B. Sicherheitsschuhe, Blaumann oder Richter-Robe)
  • Berufsverband
    (z.B. Ärzteverband oder Gewerkschaften)
  • Bewerbungen
    (z.B. Druckkosten oder Bewerbungsfotos)
  • Computer
    (z.B. Laptop und Software)
  • Doppelte Haushaltsführung
    (z.B. Zweitwohnungssteuer
  • Fachliteratur
  • Fahrten zur Arbeit
  • Feierkosten
    (z.B. Feier, die zumindest anteilig beruflich veranlasst ist, wie Dienstjubiläum etc.)
  • Fort- und Weiterbildung
  • Führerscheinkosten
  • Kontoführungskosten
    (z.B. Gebühren für Überweisungen)
  • Kreditkartenkosten
  • Meisterprüfung
  • Promotionskosten
  • Rechtsberatung
  • Reisekosten
  • Sprachkurse
  • Steuerberatungskosten
  • Telefonkosten
  • Umschulungen
  • Umzugskosten
    (z.B. bei Umzug in eine neue Stadt für den Job)
  • Unfälle
    (z.B. Schadensbeseitigung bei Unfall auf dem Arbeitsweg)
  • Vermietungen und Verpachtungen
    (z.B. Abschreibung
  • Zinsen

Stellt Ihnen Ihr Arbeitgeber einen Firmenwagen zur Verfügung können Sie zusätzlich eine Reihe von Betriebskosten absetzen. Informieren Sie sich hier über die Betriebskosten, die Sie steuerlich geltend machen können.

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